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Corona? schnell, Test!

06.11.2020

Zum 15. Oktober wurde die nationale Teststrategie im Kampf gegen das Coronavirus überarbeitet. Die Teststrategie besagt, dass nur dann getestet wird, wenn es notwendig und sinnvoll ist. Die Massentestungen von Reiserückkehrern sollen nicht mehr im gleichen Ausmaß stattfinden. Mit einem PCR-Test, dem bisherigen Standardtestverfahren, werden nur noch kritische Fälle überprüft.

Das liegt daran, dass diese Testvariante sehr zeitaufwändig ist und nur im Labor durchgeführt werden kann. Laut dem Robert-Koch-Institut sollen nur noch Personen mit eindeutigen Symptomen einer Infektion mit SARS-CoV-2 mittels PCR-Test getestet werden. Aber auch Personen, die in direkten Kontakt zu einem Infizierten standen, werden mit PCR-Tests überprüft.

Weiterhin werden auch Personen, die zu Risikogruppen zählen, nach der bekannten Methode getestet. Der Grund dafür ist, dass bei diesem Testverfahren mit der höchsten Sicherheit eine Covid-19-Infektion nachgewiesen werden kann. Nun sind seit dem 15. Oktober Antigen-Schnelltests Teil der nationalen Teststrategie. Diese liefern, im Gegensatz zu den PCR-Tests, auch ohne Laborauswertung belastbare Ergebnisse. Das ist insofern wichtig, als dass die Labors mit dem zu stemmenden Testvolumen schlicht überlastet sind.

Zusätzlich kann die Zeitspanne, die zwischen der Durchführung des Tests und dem Ergebnis liegt, mit Antigen-Schnelltests maßgeblich reduziert werden. Durchschnittlich liefern Covid-19-Antigen Schnelltests bereits nach 15 Minuten ein Ergebnis. Es ist daher nicht verwunderlich, dass nun vermehrt auf diese Art der Corona-Infektionstestung gesetzt wird.

Wenn ein Schnelltest eine Infektion mit dem Coronavirus nachweist, wird jedoch meist ein zusätzlicher PCR-Test angeordnet. Damit sollen falsch-positive Ergebnisse schneller erkannt werden.

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WIE FUNKTIONIERT EIN CORONA-SCHNELLTEST?

Die Funktionsweise ist reichlich unspektakulär und auch in der Benutzung mit Schnelltests jeglicher Art zu vergleichen: Eine Flüssigkeit wird auf einen Teststreifen getropft, Zeit vergeht, ein Ergebnis ist sichtbar. Im Falle von Corona-Antigen-Tests wird aber weder Urin, noch Blut, noch Speichel als Testflüssigkeit genutzt. Die Durchführung des Tests etwas komplexer.

Die Tests fallen sogar in die Kategorie der In-Vitro-Diagnostika, was bedeutet, dass sie nur von medizinisch geschulten Personen durchgeführt werden dürfen. In-vitro-Diagnostika sind medizinische Produkte, mit denen Proben aus dem menschlichen Körper außerhalb des Körpers getestet werden können. Im Falle des MEDsan® SARS-CoV-2 Antigen Rapid Test sieht das Testprozedere folgendermaßen aus:

  • Eine medizinische Fachkraft macht einen Abstrich des nasopharyngealen oder oropharyngealen Sekrets. Anders gesagt: Es wird eine Probe aus dem Mundrachen- oder dem Nasenrachenraum entnommen.
  • Der mitgelieferte Extraktionspuffer wird in das ebenfalls gelieferte Extraktionsröhrchen gefüllt. Dafür muss zunächst die Dosierkappe vom Röhrchen genommen werden.
  • Die Probe wird durch eine Rührbewegung in der Flüssigkeit gelöst. Der Tupfer mit der Probe muss sich mindestens 60 Sekunden im Extraktionspuffer befinden, sodass sich potentielle Indikatoren für eine Corona-Infektion lösen können. Nachdem die Dosierkappe wieder aufgesetzt wurde, müssen genau zwei Tropfen der Flüssigkeit auf den Teststreifen aufgetragen werden.
  • Nach ungefähr 15 Minuten sind rote Streifen auf Höhe der Buchstaben C und T erkennen. Wenn eine Linie auf Höhe des C auftaucht, bedeutet das, dass der Test valide ist und ein belastbares Ergebnis liefert. Wenn keine weitere Linie auftaucht, ist der Test negativ ausgefallen. Erscheint zusätzlich eine rötliche Linie auf Höhe des T, liegt eine Infektion mit SARS-CoV-2 vor. Wenn sich keine Linie bildet oder nur eine Linie auf Höhe des T, dann ist der Test ungültig und muss wiederholt werden.

Die Verantwortung liegt beim einzelnen

DIE VERANTWORTUNG LIEGT BEIM EINZELNEN

Aktuell (Stand 06.11.2020) steigen die Covid-19-Fallzahlen stetig weiter. Eine Abflachung der Kurve, geschweige denn ein Abwärtstrend, ist nicht zu erkennen. Und das, obwohl seit dem 02.11.2020 deutschlandweit ein zweiter Lockdown einzuhalten ist, der eigentlich zur Senkung der Infektionszahlen beitragen soll.

Am 16.11.2020 berät die Bundesregierung ihr weiteres Vorgehen. Solange das Corona-Virus jedoch nicht besiegt ist, müssen alle zusammenhelfen. Die Einhaltung der Maskenpflicht und das Vermeiden von großen Menschenansammlungen sind Ansätze.

Letztlich steht und fällt alles mit dem Verhalten des Einzelnen. Bei Krankheitsgefühl oder –symptomen sollte man sich in jedem Fall krankmelden, zuhause bleiben und sich auskurieren.

Wenn die Symptome aber denen gleichen, die eine Corona-Infektion mit sich bringt, dann sollte aus Sicherheitsgründen ein Antigen-Schnelltest durchgeführt werden.